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Wie Hochsensible ihre Grenzen erkennen & wahren

Teil 1: Mentale Grenzen

Frau im Bett liegend, die sich den Kopf hält

Oft erkennen wir erst, dass wir unsere Grenzen erreicht haben, wenn wir sie bereits überschritten haben. 

 

Meine liebsten Tipps, wie du erkennst, dass du deine mentalen Kapazitäten ausgeschöpft hast und wie du rechtzeitig gegensteuerst, um in deiner Kraft zu bleiben. 

Körper, Geist, Seele & Psyche und ihre individuellen Grenzen

Bei meiner intensiven Selbsterforschung habe ich festgestellt, dass sich auf verschiedenen Ebenen unterschiedliche Zeichen von Grenzerleben einstellen. Körper, Geist, Seele und Psyche geben mir unterschiedliche Signale, wenn es ein Zuviel gibt. 

 

Früher habe ich diese verschiedenen Ebenen nicht differenziert wahrnehmen können, sondern geriet einfach irgendwann aus der Balance. Erlebte ein Zuviel an allem - an Sinnesreizen, an Informationen, an Fremdbestimmung, an Stress, an Kommunikation mit anderen.

 

Wie aus dem Nichts fühlte ich mich überfordert. Ein Tropfen reichte fast immer, um das Fass zum Überlaufen zu bringen. Denn ich bewegte mich eigentlich ständig haarscharf an der Grenze des Machbaren. Weil der Alltag, wie er in unserer Gesellschaft üblich ist, nie der meine war. Dennoch versuchte ich mich in ihm einzurichten - bis ich den Mut fand, wirklich ganz mir selbst und meinen Bedürfnissen zu folgen. 

 

Nun mit zunehmender Erfahrung und genauer Selbstbeobachtung, kann ich unterschiedlichste, feine Botschaften meiner verschiedenen inneren Anteile erspüren und rechtzeitig gegensteuern. Dank dieser kleinen, feinen Schritte in der Wahrnehmungsschulung bin ich mir immer näher gekommen. Und inzwischen habe ich mir meinen Alltag so einrichten können, wie ich ihn brauche. Das ist überaus befreiend, schenkt mir Kraft und lässt meinen Talenten endlich freien Lauf. :-)

 

Nach und nach werde ich dir meine Erkenntnisse hier im Blog zur Verfügung stellen. Hier und heute soll es um unsere mentalen, geistigen Grenzen gehen. Darum wie wir sie erkennen und wahren können. Mögen dich meine Erkenntnisse auf deinem Weg zu mehr innerer Balance und Freiheit unterstützen. 

 

Wie ich mich fühle, wenn ich "drüber" bin ;-)

Wenn ich meine mentalen Grenzen überschritten habe, werde ich meist

  • aggressiv, wütend, ungeduldig oder ungehalten,
  • bin den Tränen nah,
  • bekomme ich Schulter- oder Nackenverspannungen oder Spannungskopfschmerzen
    (siehe auch Video Hochsensible & Migräne),
  • fühle ich mich mit allem überfordert und werde mir selbst und anderen gegenüber ungerecht,
  • empfinde ich mich als reaktiv statt proaktiv, also getrieben und fremdbestimmt.

 

Wie du erkennen kannst, dass du dich deiner Grenze näherst

In der Jahresgruppe für Hochsensible haben wir dieser Frage viel Zeit und Raum gewidmet. Denn wenn wir bereits über unsere Grenzen gegangen sind, ist es ungeheuer anstrengend wieder in unsere Kraft zurückzufinden. Erkennen wir unsere Grenzen allerdings rechtzeitig und wahren unsere Balance, können wir Erschöpfungszustände und Irrwege vermeiden. In der Gruppe sind wir gemeinsam auf folgende Aspekte zur mentalen Grenzidentifizierung gekommen:

 

Wir nähern uns unseren Grenzen, wenn wir

  • einen heißen Kopf, aber kalte Füße und Hände bekommen,
  • einen flachen Atem spüren,
  • fahrig oder eckig werden, uns stoßen oder Dinge fallen lassen,
  • wenn uns auch kleine Alltagsentscheidungen schwer fallen,
  • in dem Bemühen, die Kontrolle zu wahren, vergesslich oder aber übergenau werden.

Wie du deine Balance wahren kannst

Hier kommen meine liebsten Tipps, wie du deine mentalen Kapazitäten schonen und entlasten kannst. Vielleicht bist du zu ganz anderen Erkenntnissen gelangt? Ich freue mich sehr über deine Erfahrungsberichte in den Kommentaren. 

 

  1. Sei achtsam im Umgang mit den Medien und nimm möglichst nur für dich relevante Informationen auf.

  2. Achte darauf, täglich mindestens so viel Zeit mit körperlichen wie mit geistigen Aufgaben zu verbringen.
  3. Triff essentielle Lebens-Entscheidungen möglichst mit dem Herzen.

  4. Versuche deinen Alltag so zu entschleunigen, dass du nicht zu viele kleine und große Alltagsentscheidungen pro Tag zu treffen hast.
  5. Genieße viel Zeit in der Natur.

Alles zusammengefasst im Video


Vertiefung in der Jahresgruppe & in Web-Seminaren für Hochsensible

Ich habe Jahre gebraucht, um mich von alten Prägungen und Überzeugungen zu lösen, mich wieder gut zu spüren und meinem eigenen Weg zu folgen. Eine wertvolle Unterstützung war mir dabei immer der Austausch mit anderen Hochsensiblen. Denn unter ihnen kann ich ganz ich selbst sein und fühle mich verstanden. Und gemeinsam mit ihnen fand ich den Mut, mich auch unliebsamen und muterfordernden Entscheidungen zu stellen. 

 

Vielleicht möchtest auch du dir auf diese Weise näher kommen und / oder Rückenwind für dein hochsensibles Sein und Wirken gewinnen?

 

Dann sei dabei bei der Jahresgruppe oder bei einzelnen Web-Seminaren.

 

zart starke Grüße & alles Liebe,

deine Inga

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