Warum Ihnen Selbstschutz schadet

4 Tipps für einen befreiten Umgang mit Ihrer Sensitivität

Bild Männchen, dass sich hinter Schutzschild versteckt

Ja, ich weiß. Vor einiger Zeit habe ich einen Artikel über Selbstschutz für Sensitive geschrieben. Und ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass spürige Menschen einen gewissen Selbstschutz pflegen sollten, damit sie in ihrer vollen Kraft erblühen können.

Allerdings möchte ich dem Kind einen neuen Namen geben. Ich möchte mehr zur liebevollen Selbstpflege und zur Sammlung und Zentrierung anregen.

Denn Selbstschutz impliziert, dass wir uns schützen müssen. Dass außerhalb von uns Gefahr droht. Die Grundhaltung des Selbstschutzes ist trennend, bewertend. Sie kann uns...

... in einer Opferhaltung und in Einsamkeit gefangen halten. Hier bin ich, ein zartes Wesen, und um mich herum sind lauter potenzielle Grenzverletzer, emotionale Grobmotoriker, Lärm, Stimmungen, Strahlungen, ...

 

Spüren Sie, was ich meine? Die Grundhaltung, sich selbst schützen zu müssen, schafft Gefühle des Getrenntseins, einer gewissen Ohnmacht, mitunter sogar eines Opferdaseins. Sie macht uns klein und zehrt. Und sie macht uns hart. Denn wir müssen viel Energie aufbringen, um unsere Grenzen zu wahren und unseren Schutzmantel zu erhalten. Und damit unterbindet diese Haltung die Empfänglichkeit, die Offenheit für die Geschenke des Lebens. Mich hat diese Energie tatsächlich klein gemacht und verhärtet. Meine Muskeln verspannten sich mehr und mehr, ich wurde müde und müder, war erschöpft und es folgte beruflicher Stillstand.

 

So wertvoll es für mich kurz nach der Entdeckung meiner Hochsensibilität und meiner Hellfühligkeit war, mich in meinen Kokon einzuschließen, mich abzugrenzen, meine neu entdeckten Talente zu verstehen und im Vergleich mit anderen zu erfahren: So reagiere ich, so reagieren andere. Das spüre ich, das scheinen andere nicht zu spüren.
So sinnvoll es auch war, mit verschiedenen Formen des Selbstschutzes und der Selbstreinigung zu experimentieren. Auch hier zu erspüren, was sich gut und stimmig für mich anfühlt.

 

Umso wertvoller war es für mich, festzustellen, dass Selbstschutz in der oben beschriebenen Grundhaltung eben nicht stimmig und förderlich für mich ist. Dass ich mich in eine Sackgasse manövriert hatte. Dass ich nicht mehr am Leben teilnahm. Ich hatte mich zunächst abgegrenzt und dann ausgegrenzt. Ich machte noch Erfahrungen, aber ich genoss keine Erlebnisse mehr. Alles fühlte sich wie auf Sparflamme an. Ich existierte, aber ich lebte nicht.

 

liebevolle Selbstpflege statt Selbstschutz

Es galt also meine innere Haltung zu überprüfen. So stellte ich fest: Ich kann Selbstschutz auch im Sinne einer liebevollen Selbstpflege betrachten.

 

Bin ich in dieser Grundhaltung, betreibe ich meine energetische Reinigung und das Einhüllen in einen Mantel aus lichtvoller Energie aus einer inneren Freude heraus. Es ist eine vertrauende Grundhaltung. Ich spüre Selbstvertrauen und Selbstliebe genauso wie das Vertrauen gegenüber all meinen Mitmenschen und den Dingen, die da geschehen. Die liebevolle Selbstpflege erlaubt die Verbundenheit mit allem und Wertschätzung für alles. Sie schenkt mir ein Gefühl von Flow. Ich fließe vertrauensvoll mit allem, was ist. Gebe mich dem Leben hin. In der Gewissheit, dass sich alles fügt und dass ich jede Herausforderung, die sich mir zeigt, werde bewältigen können.

 

4 Tipps für einen befreiten Umgang mit Ihrer Sensitivität

Sollten Sie sich in dem ein oder anderen meiner Erlebnisse und Gedanken wiedergefunden haben, dann kommen hier vier Tipps für Sie und einen befreiten Umgang mit Ihrer Sensitivität:

  1. Geben Sie Widerstand auf. Geben Sie auf, gegen Windmühlen zu kämpfen. Lassen Sie die Dinge durch Sie hindurchfließen, die Ihnen nicht gut tun. Diese Dinge sind da, aber Sie tun sich selbst nichts Gutes, wenn Sie sie in Ihrem Innern Platz finden lassen.

  2. Achten Sie darauf, welche Geschichten Sie sich selbst und anderen immer wieder erzählen. Halten Sie mit Ihren Geschichten, Vergangenes wach, das längst losgelassen gehört?

  3. Lassen Sie los. Werden Sie weich. Denn das macht Sie empfänglich für die Geschenke des Lebens.

  4. Geben Sie sich die Erlaubnis zartfühlend zu sein, Ihre Grenzen zu wahren, Ihre Bedürfnisse zu erfüllen, Ihre Sehnsüchte zu erhören, Ihre Träume zu leben.

 

Ich bin neugierig darauf zu erfahren, wie Sie Ihren Weg finden oder gefunden haben. 

 

Sie haben das Bedürfnis, sich mit anderen Hochsensiblen auszutauschen? Dann kommen Sie doch zu einer meiner Veranstaltungen. Die nächsten Termine finden Sie hier.

 

Herzlichst,
Ihre Inga Dalhoff

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