Das große Ruhebedürfnis Sensitiver

Wie Sie sich Ruhe und Rückzug schaffen

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Ja! Als Hochsensible haben Sie in der Regel ein größeres Bedürfnis nach Ruhe, Rückzug und Schlaf. Immerhin nehmen Sie in kurzer Zeit sehr viele Sinneseindrücke auf. Die wollen und müssen in irgendeiner Form verarbeitet werden. Ist der Kopf einmal voll, sind die Sinne einmal komplett ausgelastet oder gar überlastet, ist es essentiell, dass Sie sich umgehend zurückziehen und dafür Sorge tragen, dass Sie sich regenerieren und Ihre vielen gesammelten Eindrücke nachbearbeiten können.

Tuen Sie das nicht, werden Sie früher oder später von Ihrem Körper und Ihrer Seele für etwas längere Zeit zur Ruhe gezwungen werden. Vielleicht werden Sie krank oder sind einfach nur erschöpft. Beides raubt Ihnen Gesundheit, Kraft und Lebensfreude.

 

Seit einigen Jahren berichten immer mehr Menschen, dass sie sich überfordert fühlen. Das Tempo, mit dem Sinneseindrücke auf uns einprasseln, die Schnelligkeit, mit der Arbeitsabläufe Dank der Technik gestaltet werden können, scheinen sich mehr und mehr zu erhöhen. Das stresst nicht nur Hochsensible.

Hinzu kommt, dass das Klima mehr Wetterextreme erzeugt, dass es mehr Sonnenstürme gibt und einige außergewöhnliche Planetenkonstellationen zu verzeichnen sind. Auch all diese energetischen Veränderungen sind anstrengend, ganz besonders für Hochsensible.

Wenn Sie also eine Rechtfertigung oder Erklärung für Ihr Ruhebedürfnis benötigen, dann bieten die aufgeführten Dinge sicherlich einigen Stoff.

 

Pflegen Sie also Ihr Ruhebedürfnis. Vertrauen Sie den Signalen Ihres Körpers und erhören Sie sie rechtzeitig. Je häufiger, regelmäßiger und freudiger Sie Pausen einlegen, desto besser. Das erhält Sie gesund und leistungsfähig und schenkt Ihnen Lebensfreude und Lebensqualität. Und ein gutes Vorbild für die Menschen in Ihrem Umfeld sind Sie außerdem. Wer weiß, wer sich von Ihnen anstecken lässt und ebenfalls mehr Ruhe im Leben willkommen heißt. Schaden tut das Niemandem.

 

Mögliche Selbstsabotage

Innere Antreiber oder die in unserer Gesellschaft weit verbreitete Idee, immer funktionieren zu müssen, kann Sie daran hindern, sich Ruhe zu gönnen.
Vielleicht haben Sie auch verlernt, Ruhe zu „ertragen" geschweige denn zu genießen. Oder Sie verwechseln Medienberieselung und Ablenkung mit wirklicher Ruhe.
Seien Sie achtsam und erspüren Sie, was Ihnen wirklich gut tut und Ihnen wahre Regeneration schenkt.

 

7 Tipps für die Erfüllung Ihres Ruhebedürfnisses

1 Achten Sie Ihre Körpersignale. Ist Ruhe angesagt, dann gönnen Sie sie sich möglichst zeitnah.

 

2 Lernen Sie Dinge für eine Weile unerledigt zu lassen.

 

3 Delegieren Sie Aufgaben.

 

4 Integrieren Sie Meditation, Aufenthalte in der Natur und sanfte Bewegung in Ihren Alltag.

 

5 Setzen Sie Grenzen.

 

6 Fordern Sie Ruhezeiten und Ruheorte ggf. selbstbewusst ein.

 

7 Schlafen Sie ausreichend.

Karriere trotz Ruhebedürfnis? - Tipps für Job, Familie & Unternehmer

Im Job: Machen Sie regelmäßig Pausen und gestalten Sie Ihren Alltag so, dass Sie Ihr Ruhebedürfnis ausleben können. Auf diese Weise sind Sie erholter, gesünder, stabiler, weniger stressanfällig und leistungsfähiger. In der Regel können Hochsensible in kurzer Zeit viele Aufgaben erledigen. Es sollte also kein Problem darstellen, trotz der Ruhepausen alle anstehenden Aufgaben zu meistern.

Vertreten Sie Ihr Bedürfnis nach Ruhe selbstbewusst, ohne Rechtfertigungszwang und dramatische Erklärungen.

Sollten Ihre Bedürfnisse dauerhaft nicht geachtet werden, dann haben Sie den Mut einen Jobwechsel zu vollziehen. Sie sind es wert, dass Sie ein erfülltes, gesundes und Ihnen entsprechendes Leben führen können!

 

Für UnternehmerInnen: Wenn Sie selbständig sind, gestalten Sie Ihren Arbeitstag genüsslich mit vielen Pausen, mindestens alle 90 Minuten eine und gehen Sie nicht in die Falle Ihrer inneren Antreiber und der erlernten Pflichterfüllung. Sie müssen nicht zu jeder Zeit zu 100 % leistungsfähig sein. Wichtig ist, dass zu der angestrebten oder vorgegebenen Zeit, Dinge erledigt sind. Wie Sie das tun, bleibt Ihnen überlassen!

 

In der Familie sollten Sie sich ebenfalls Ihre Ruhezonen erobern. Fordern Sie sie ganz selbstverständlich ein. Erläutern Sie unkapriziös und am besten auch ohne Ihre Hochsensibilität in den Mittelpunkt zu stellen, dass Sie schlicht und ergreifend am besten der Familie dienen können, wenn Sie einen Rückzugsraum haben, sich regelmäßig Pausen gönnen und Ihrem eigenen Biorhythmus entsprechend aktiv sind. Man wird Ihr selbstbewusstes Auftreten sicherlich gerne willkommen heißen, wenn es zu Ihrer guten Laune und zu guter Lebensqualität für alle Familienmitglieder beiträgt!

 

Ich bin gespannt auf Ihre Rückmeldungen und Erfahrungen!

 

 

Herzliche zart starke Grüße,

 

Ihre Inga Dalhoff

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