Selbstschutz für Hochsensible

10 stärkende Übungen für dich | Die innere Haltung machts

Foto von einer Frau in Decken gehüllt und am Rand einer Klippe

Hochsensible haben das Talent, Dinge zu erspüren, die für Normalsensible nicht so vordringlich sind. So betreten Hochsensible z.B. einen Raum und spüren sofort: Hier liegt etwas in der Luft. Wie ein Seismograph können sie kleinste Missstimmungen oder Stimmungsschwankungen von Mensch und Natur wahrnehmen.

 

Oft haben Hochsensible ein hervorragendes Empfinden für die Belange von Tieren und Pflanzen. Und auch auf systemische (gesellschaftliche) sowie auf astrologische Einflussfaktoren reagieren sie deutlich.

 

 

So schön dieses Talent ist, so anstrengend kann es auch sein. Wie jedes Talent benötigt auch die Wahrnehmung hochsensibler Menschen Pflege und Pausen für Regeneration und Kontemplation. Wie das geht und wie du ein Zuviel an Sinneseindrücken vermeidest erfährst du in diesem Artikel.

 

Selbstschutz als Akt der Selbstliebe | Warum du dich nicht als Opfer sehen solltest

Obwohl ich mir als Selbständige meine Arbeits- und Ruhezeiten frei einteilen kann, stoße ich in einer mich umgebenden Leistungsgesellschaft oft an meine Aufnahme- und Leistungsgrenzen. Da ich weiß, dass es vielen anderen Hochsensiblen auch so geht, habe ich im Folgenden ein paar Tipps zusammengestellt, die mir helfen, meinen Alltag meiner Hochsensibilität gerecht zu gestalten.

 

Mir ist es wichtig, an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass wir "Schutzmaßnahmen" mit unterschiedlichen Intentionen einleiten können. Nicht wenige Hochsensible und Feinfühlige empfinden sich als Opfer der "lauten Gesellschaft". Auch ich bin schon in die Opferrolle gerutscht und konnte erfahren, wie klein und abhängig ich mich selbst damit gemacht habe.

 

Deshalb möchte ich dazu ermutigen, Maßnahmen zum Selbstschutz mit liebevoller Freude und im Bewusstsein der eigenen Schöpferkraft durch zu führen. Niemand kann in uns hineinschauen. Niemand außer uns selbst weiß, was gut für uns ist und wo unsere Belastungsgrenzen liegen. Nur wir können bestmöglich für uns sorgen.

 

Übernehmen wir also die volle Verantwortung für unser Wohlbefinden!

Pflegen und hegen wir uns und unser besonderes Talent! :-)

 

Hier kommen meine Tipps und Übungen für dich:

 

1 Hingabe an den Moment und die Energie, die dich gerade trägt

Ich habe mir angewöhnt, mich dem Rhythmus meiner Stadt und der Jahreszeiten hinzugeben. Da ich an bestimmten Wochentagen und in bestimmten Monaten besonders geschäftige Energie spüre und sie mich mitreißt, nutze ich diese Zeiten, um ebenfalls produktiv und kreativ zu sein. Würde ich in diesen Zeiten versuchen „gegen den Strom zu schwimmen" und mich zu entspannen, es würde nicht klappen. Umgekehrt nutze ich die Schulferien, Feiertage und die dunkle Jahreszeit für Rückzug und Entspannung. Denn da liegen diese Qualitäten ohnehin in der Luft.

 

2 Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen

Gehe ich unter Menschen oder nehme ich an Veranstaltungen teil, gönne ich mir vorher bewusste Ruhe und Konzentration auf mich. In den auf die Veranstaltungen folgenden 1-3 Tagen nehme ich mir immer wieder Auszeiten, um meine Eindrücke nachbereiten zu können.

 

3 Schutzkugel | Spiegelrüstung

Da ich sehr durchlässig bzw. offen für allerlei Stimmungen anderer bin, umgebe ich mich mit einer Art energtischer „Schutzkugel", bevor ich unter Menschen gehe. Hierfür stelle ich mir vor, dass ich von einer silbrig-goldschimmernden Lichtkugel umgeben bin, durch die nur Licht & Liebe zu mir fließen.

 

Wenn ich ein Gegenüber habe, das starke Erwartungen an mich hegt oder mich sehr fordert, dann lege ich im Geiste auch schon einmal eine Spiegelrüstung an. Eine Ritterrüstung, die mich vollständig einhüllt und aus Spiegeln besteht.

Die Idee ist, dass alle Erwartungen an mich und Projektionen auf mich an den Absender zurückgespiegelt werden. Er darf sich im Spiegel meiner Rüstung erkennen, wenn er möchte. ;-) Diesen wundervollen Tipp habe ich von meiner Kollegin Anne Weiß (siehe unser Video "Das Gelbe vom Ei - Selbstermächtigung für Hochsensible)

 

4 Marias blauer Schutzmantel

Manchmal lege ich mir „Marias blauen Schutzmantel" an, in dem ich zunächst die eine Handfläche auf meine Stirn und die andere auf meinen Nabel lege. Anschließend wechsle ich die Hände, solange bis ich das Gefühl habe, ganz bei mir zu sein. (Sehr hilfreich, um die Dinge zwar wahrzunehmen, aber nicht in sich aufzunehmen.)

Auch die Farbe Blau hat eine besondere Schutzqualität und gibt mir Sicherheit. Deshalb nehme ich bei Schutzbedürftigkeit etwas Blaues mit unter die Leute oder aber ich trage blaue Kleidungsstücke.

 

5 Selbstreinigung

Nach Veranstaltungen „putze" ich mich real (baden, duschen, sporteln) oder mittels einer Fantasiereise, bei der ich mich unter einen Wasserfall stelle und mich von diesem reinigen lasse.

 

6 Auftanken in der Natur

In meiner freien Zeit gehe ich gerne in die Natur und lasse mich von ihrer Kraft reinigen, stärken und ausbalancieren.

 

7 Stille

Ich gönne mir viele Zeiten der Stille, in denen ich keine Musik höre, keinen Input habe, einfach nur mir selbst lausche.

 

8 Dir selbst gerecht werden

Ich habe den Mut entwickelt, mich meiner aktuellen Stimmung und Verfassung entsprechend spontan zu Veranstaltungen oder Verabredungen an- oder abzumelden.

 

Mein Motto: Bleibe dir selbst nichts schuldig.

 

9 Zur Hochsensibilität stehen

Irgendwann habe ich mich entschieden, offen und selbstbewusst zu meiner Hochsensibilität zu stehen. In meinem Freundeskreis und in meiner Partnerschaft ist meine Hochsensibilität mit allen verbundenen Bedürfnissen nach Ruhe, Rückzug und Gemächlichkeit deshalb offen ausgesprochen und wird akzeptiert und respektiert. Einigen Familienmitgliedern oder Bekannten kommt meine Rückzugsbedürftigkeit zwar zuweilen komisch vor, aber wir wachsen miteinander. :-)

 

10 Nur 50% der Zeit verplanen

Und zu guter Letzt empfehle ich sehr, den Terminkalender zu 50 % mit Lücken zu füllen. Ja genau: 50 %! So bleibt immer ausreichend Zeit für ein plötzlich auftretendes Ruhebedürfnis, für ungeahnte Vorkommnisse oder fürs Auftanken.


Meinen Kalender nur zu 50 % mit Terminen und Aufgaben zu befüllen, war eine wahre Umstellung für mich. Denn es hatte auf meinen unternehmerischen Alltag ungeahnte Auswirkungen. Erstens mussten sich meine Stundensätze nach oben hin anpassen, zweitens musste ich meine Jahresplanung nach unten korrigieren und ich musste drittens meine Kreativität etwas einbremsen und mich auf einige wenige Projekte fokussieren und konzentrieren.

 

Dafür kann ich jetzt alles mit sehr viel Liebe und Hingabe tun. - Es gelingt mir immer besser und besser. :-)

 

10 + 1 Setze eine klare Intention für den Tag

Sicherlich hast du schon öfter gelesen oder gehört, dass wir mehr von dem in unser Leben einladen, auf das wir unsere Energie richten. Sind wir ganz in negativen Gedanken gefangen, werden sich immer mehr Erlebnisse einstellen, die diesen negativen Gedanken gerecht werden. Bist du voller Zuversicht und Dankbarkeit, wirst du mehr Erfahrungen machen, die deine Zuversicht und Dankbarkeit stärken.

 

Es macht also durchaus Sinn, eine sehr achtsame und bewusste Intention für den Tag zu setzen. Nach dem Aufstehen könntest du dich kurz hinsetzen und dir diese oder ähnliche auf dich abgestimmte Sätze vorsprechen und dich während des Tages immer mal wieder an sie erinnern und dein Tun und deine innere Ausrichtung auf deine Intention ausrichten:

 

"Hiermit setze ich die Intention, dass heute lauter Dinge geschehen, die mich meinem Lebensglück und meinem Erfolg mit meinem HerzBusiness näher bringen - zum Wohle aller und im Sinne der höheren Weisheit. Ich öffne mich vertrauensvoll allen damit verbundenen Lernaufgaben und den Geschenken des Lebens. DANKE! So sei es und so ist es!"

 

Vielleicht ist die ein oder andere meiner Erfahrungen auch auf deinen Alltag übertragbar!? Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

Lebe deine zarte Stärke!

Alles Liebe, deine Inga

 

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