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Warum Hochsensible die Probleme anderer lösen

10 Tipps für "Aufräumseelen"

Foto Kehrblech und Handfeger

Was ist eine Aufräumseele?

 

Meine Coachings haben mich gelehrt, dass jede Familie (wie auch jedes Unternehmen, Projekt und jede Gesellschaft) ihre Aufräumseelen hat. Damit meine ich Menschen, die ein besonderes Gespür für die Stimmungen ihrer Familien- bzw. Team- oder Gruppenmitglieder haben. Menschen, die Ungereimtheiten, systemische Dynamiken, Verwicklungen, Familiengeheimnisse, Traumata und Muster erkennen, hinterfragen und gegebenenfalls transformieren. Meist sind es die Hochsensiblen bzw. Hochsensitiven, die zu den Aufräumseelen zählen.

 

Worauf du achten solltest, wenn du dich als Aufräumseele betätigst, wie du deine Kräfte schonst und wo du die Grenzen deines Wirkens setzen solltest, liest du in meinen 10 Tipps für Aufräumseelen.

 

Leidensdruck führt uns zur Transformation

Vielen Aufräumseelen bleibt wenig anderes übrig, als ihr eigenes und damit auch ihr Familien- bzw. das sie umgebende System zu pflegen und zu bereinigen. Denn in ihnen kumulieren aufgrund ihrer besonderen Spürigkeit die unterschiedlichsten unbearbeiteten Themen. Das ist oft belastend und für die eigene Entfaltung hinderlich. So ist es also für Aufräumseelen mitunter lebenswichtig, sich selbst aus den Verstrickungen mit anderen Seelen zu lösen.

 

Mit der Bearbeitung ihrer eigenen Themen leisten sie aber auch einen wesentlichen Beitrag zur Bereinigung des Gesamtsystems, zur Heilung von Traumata, zur Lösung von Verwicklungen und zum Gelingen von Projekten und einem angenehmen Miteinander. Denn alles ist mit allem verbunden. Und je mehr Menschen bestimmte Rollenstereotype nicht mehr bedienen, Verstrickungen lösen, sich befreien und entfalten, um so leichter fällt es den nachfolgenden Seelen das selbe zu tun.

 

Leider bleibt der wertvolle Beitrag der Aufräumseelen oft unbemerkt, da es noch keine Kultur der Wertschätzung für ihre Aufgaben gibt. Umso wichtiger ist es, dass diese hochsensiblen und / oder hochsensitiven Menschen ihr Wirken selbst wertschätzen und sich Räume und Regenerationszeiten dafür reservieren.

 

Meine Erfahrungen als Aufräumseele

Ich selbst knabbere seit vielen Jahren an meinen Aufgaben als Aufräumseele. Mit meinen ureigenen Hochs und Tiefs. Mal euphorisch und begeistert ob meines wundervollen Talents. Mal aufgrund meiner eigenen Verletzungen nahe an der Arroganz und Verachtung für all die „Gefühlslegastheniker" dieser Welt. Mal versunken im Weltschmerz und gefangen in einer Opferrolle und dem Gefühl von Fremdbestimmung und Ausgeliefertsein.

 

Aufstellungen, Geistheilung und Selbstbereinigung oder aber die liebevolle Annahme dessen, was ist, haben mir hier gute Dienste erwiesen. Und der Alltag hält immer wieder etwas Neues für mich bereit, das es anzuschauen, anzunehmen oder gar zu heilen gilt, um mich weiter entfalten zu können. Um weiter in ein Leben in Leichtigkeit und inneren Frieden eintauchen zu können.

 

Das Schöne ist: Ich kann wahrnehmen, dass sich mein Weg immer leichter gestaltet. Das ist wundervoll und wärmt mein Herz.

 

10 Tipps, die dir das Leben als Aufräumseele leichter machen

Erkennst du dich in dem ein oder anderen beschriebenen Aspekt? Hast du das Gefühl auch zu den Aufräumseelen zu zählen? Wenn ja, dann kommen hier zehn Tipps, die dir das Leben leichter machen!

 

1 Schätze dich selbst und dein Wirken wert. Sei liebevoll mit dir!

 

2 Sage  JA zu deiner Spürigkeit.

 

3 Pflege deine Talente der Spürigkeit und des Transformierens.

 

4 Hör auf, gegen deine Feinfühligkeit oder Hochsensibilität und dein Sein als Aufräumseele zu kämpfen. Richten dein Leben auf dein Talent aus, finde deine Balance. Hör auf, den Lebens- und Arbeitsstil anderer zu kopieren. 

 

5 Handle ausschließlich, weil du dir für dich selbst Veränderung wünschst. Selbstverständlich hat dein Handeln auch Auswirkungen auf dein Umfeld. Doch das sollte nicht Motivation für dein Tun sein. Löse dich von Familienmustern, Rollenbildern, gesellschaftlichen Normen, mentalen Einschränkungen, weil du es für dich selbst tun willst! Übernimm diese Aufgabe nur dann für andere, wenn du einen Auftrag von ihnen bekommen hast und lege einen stimmigen Wert für dein Wirken fest. Alles andere nimmt den anderen ihren freien Willen, finde ich. Oder was meinst du?

 

6 Hüte dich vor der Opferrolle. Damit machst du nicht nur dich selbst klein, sondern zwingst dein Gegenüber auch entweder in die Helfer- oder die Täterrolle und ein mühsames Gerangel nimmt seinen Lauf. Gehe also selbstbewusst und selbstverantwortlich mit deinen Talenten um. Achte deine Grenzen, reinige dich, gönne dir Regenerationszeiten und Transformationszeiten. Mehr dazu findest du in meinem Video "Erfolgsfaktor Hochsensibilität".

 

7 Entscheide in jeder Situation frei. Hast du jetzt die Kraft, dich einer Klärungsarbeit zu widmen? Wen kannst du um Unterstützung bitten? Was brauchst du, um in deine Kraft zu finden? Oder sagst du einfach mal gelassen "nein, danke! Diese Aufgabe kann jemand anders übernehmen."?

 

8 Nur weil du bestimmte Missstände spürst, heißt das nicht, dass du verantwortlich für deren Behebung bist! Vielleicht reicht es, die Missstände zu benennen, einen für dich stimmigen Umgang mit ihnen zu finden oder ein unstimmiges System zu verlassen. Oder aber du lässt einmal fünfe gerade sein und übst dich im Annehmen dessen, was ist?!

 

9 Hüte dich vor Überheblichkeit Menschen gegenüber, die die Dinge anders sehen als du. ;-)

 

10 Stelle dich alten Verletzungen, deiner Wut und Trauer, deinen Ängsten, deinem Schmerz in dem du ihren Botschaften lauschst. All diese aufwühlenden Emotionen wollen dir etwas sagen, dich auf etwas hinweisen. Und sie verschwinden, sobald ihre Aufgabe erfüllt und ihre Botschaft erhört wurde. Mehr dazu findest du in meinem Artikel über Wut und andere aufreibende Emotionen.

 

 

Ich bin total gespannt zu lesen, ob du etwas mit der Beschreibung der Aufräumseele anfangen kannst und ob du dich darin wieder erkennst. Schreib mir gern im Kommentarfeld etwas über deine Erfahrungen!

 

Lebe deine zarte Stärke!
Alles Liebe, deine Inga

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