Sonnen- und Mondfeste

Unterschiede & besondere Qualitäten der Jahreskreisfeste

Der keltisch germanische Jahreskreis wurde und wird von jeweils vier Sonnen- und vier Mondfesten geprägt:

 

Sonnenfeste - Yang (männliche Qualitäten)

Mondfeste - Yin (weibliche Qualitäten)

Jahreskreis - steter Wandel

Sonnenfeste

Sonnenfeste sind, so scheint erwiesen, germanischen Ursprungs und wurden bzw. werden immer zu festen Zeiten begangen: Zur Wintersonnenwende (21.12.), zur Frühjahrstag- und Nachtgleiche (21.3.), zur Sommersonnenwende (21.6.) und zur Herbsttag- und Nachtgleiche (21.9.).

Sonnenfeste stehen im Fokus des männlichen oder Yang-Elements (Sonnengott). Es geht um Materielles, Rationalität, Logik, Verstand und Aktivität.

Mondfeste

Mondfeste scheinen keltischen Ursprungs und von den Germanen übernommen worden zu sein und zeigen den Höhepunkt einer Jahreszeit an. Ihre heute noch übermittelten Namen sind irisch: Samhain (Mondfest, 11. Neumond des Jahres, um den 31. Oktober), Imbolc (Mondfest, 2. Vollmond eines Jahres, um den 2. Februar), Beltane (Mondfest, 5. Vollmond eines Jahres, um den 30. April / 1. Mai), Lammas (Mondfest, 8. Vollmond eines Jahres, um den 31. Juli).
Heute finden sie immer an bestimmten Voll- oder Neumonden statt, früher hat man intuitiv entschieden, wann die Feier eines solchen Festes stimmig ist.

Mondfeste stehen im Fokus des weiblichen oder Yin-Elements (Erdgöttin, Mutter Erde). Es geht um landwirtschaftliche und mythologische Themen, um Weiblichkeit und Spiritualität, Emotionen, Intuition und Passivität (Hingabe, Empfänglichkeit).

Jahreskreis

Im Jahreskreis wechseln sich die Sonnen- und Mondfeste fortlaufend ab. So erinnern sie an die Polarität unseres Daseins, an den ewigen Wechsel der weiblichen und männlichen Qualitäten, des Yin und Yang, der Jahreszeiten Winter, Frühling, Sommer und Herbst.

So zeigt uns jedes Jahr immer wiederkehrend den Zyklus des Lebens: Geburt, Jugend, Blüte, Altern und Tod. Versinnbildlicht wird dies auch durch die Archetyen der Frau und des Mannes: Die / der Junge, die / der Geliebte, die Mutter / der Vater, die Großmutter / der Großvater, die / der Alte Weise).

Bei den Germanen und Kelten begann der Jahreszyklus immer mit der dunklen Phase, zu Samhain. Denn in der Dunkelheit, Stille und Leere beginnt neues Leben. Eine schöne Einladung an uns, eben diesen Qualitäten wieder mehr Raum zu geben und sie als wertvoll zu betrachten. Gerade in der heutigen Zeit, in der Dank der Technisierung die Nacht zum Tag wird und der Winter lange keine Ruhezeit mehr sein darf.

Herzliche Grüße
Ihre Inga Dalhoff

 

PS: In den Artikeln "Die 13 Archetypen der Frau", "Die Kraft der Jahreszeiten & Jahreskreisfeste" und "Wintersonnenwende-Wiederkehr des Lichts" gibt es noch mehr Inspirationen. :-)

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