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Warum viele Hochsensible wetterfühlig sind

Und wie du mit deiner Wetterfühligkeit umgehst

Bild Gewitter

Viele Hochsensible reagieren auf Wetterveränderungen wie das Fähnlein im Wind. Die einen spüren Wetterveränderungen bereits im voraus und reagieren mit Überempfindlichkeiten, Kopfschmerz oder gereizter Stimmung darauf, andere wiederum fühlen sich während oder nach Wetterveränderungen schlapp oder überreizt.

 

Warum sich viele Hochsensible mit Wetterveränderungen schwer tun und wie du mit Wetterfühligkeit umgehen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

 

Ich selbst habe im vergangenen stabilen Dauersommer mal wieder gemerkt, wie viel mehr an Kraft mir zur Verfügung steht, wenn das Wetter mit Stabilität glänzt. Und wie sehr mich im Vergleich dazu ständige Wetterveränderungen herausfordern, wie nervös mich starker Wind machen kann und dass ich bei Gewitterstimmung völlig aus dem Häuschen bin, während mein Freund begeistert am Fenster steht und die Blitze zählt.

 

Doch was hat es eigentlich mit der Wetterfühligkeit auf sich?

 

Was ist Wetterfühligkeit?

Dank Wikipedia weiß ich jetzt, dass Wetterfühligkeit als Überempfindlichkeit gegenüber Witterungserscheinungen wie z. B. Luftdruckschwankungen, Föhn, Hitzewellen, wechselnder Luftfeuchtigkeit, drückender Luft oder Gewitter auch Meteoropathie oder Meteorotropismus genannt wird ;-).

 

Wetterempfindlich sind auch Menschen mit Herzkreislaufbeschwerden, Asthma oder Rheuma, bei denen sich bei Wetterwechseln die ohnehin vorhandenen Krankheitssymptome verstärken. Narben und verheilte Knochenbrüche können bei Wetterveränderungen schmerzen u.v.m. Hat ein Mensch ein dünnes Nervenkostüm, ist reagibel, reizbar oder schreckhaft, reagiert er auch stärker auf Wetterwechsel. (Siehe auch mein Artikel "Überreizung bei Hochsensiblen".) Hochsensible sind also längst nicht die einzigen, die an Wetterfühligkeit zu knabbern haben.  

 

Und doch stellt sich die Frage, warum sich auch viele Hochsensible von Wetterwechseln besonders hin- und hergeworfen und in Leistungsfähigkeit, Stimmung und Allgemeinbefinden eingeschränkt fühlen.

 

Warum Wetterfühligkeit so viele Hochsensible betrifft

An mir selbst beobachte ich: Je mehr ich unter Strom stehe, weil mich der Alltag stark fordert, und je weniger ich in der Natur bin, desto stärker reagiere ich auf Wetterveränderungen. Bin ich hingegen relativ entspannt und viel an der frischen Luft, reagiere ich kaum auf Wetterveränderungen. Für mich ist es also eine Frage der achtsamen Lebensgestaltung und Verbindung mit Mutter Natur, ob und wie stark ich auf Wetterkapriolen reagiere.

 

Der Alltag in unserer dichten Leistungsgesellschaft hält schon so viele Anforderungen an meine Flexibilität und Reaktionsschnelligkeit bereit, dass ein Wetterwechsel immer dann zum berühmten Tropfen wird, der das Fass des Machbaren zum Überlaufen bringt, wenn ich ohnehin überfordert bin und nicht gut für mich gesorgt habe.

 

Viele Hochsensible reagieren langsam auf Veränderungen

Eine andere Selbstbeobachtung betrifft meine ganz persönliche Einstellung zu Veränderungen und meine Fähigkeit darauf zu reagieren. Ich scheine etwas mit sehr vielen Hochsensiblen zu teilen: Eine gewisse Bedächtigkeit bei der Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen. ;-)

 

Meine Mutter hat mich früher „Schnecke“ genannt. Und ja, bei der Anpassung an Veränderungen bin ich eine echte Schnecke. Ganz langsam taste ich mich vor. Bei der ersten Erschütterung ziehe ich mich gern wieder in mein Schneckenhaus zurück und mache mich erst wieder auf den Weg, wenn die Luft rein ist, und ich das Gefühl habe, den nächsten Schritt wagen zu können.

 

Kommen Wetterveränderungen also sehr plötzlich und energiegeladen daher wie ein Gewitter oder aufziehender bzw. zusammenbrechender Föhn, dann komme ich einfach nicht schnell genug hinterher. ;-)

 

Kosmische Energien

Manchmal sind es aber gar nicht einmal die Wetterwechsel, die mich herausfordern. Auch Mondphasen, Sonneneruptionen oder bestimmte astrologische Konstellationen beeinflussen mich. Besonders reagiere ich z.B. auf den rückläufigen Merkur. Und auch an den sogenannten Portaltagen, wie sie der Mayakalender beschreibt, fühle ich mich oft sehr gefordert. 

 

Wenn du mehr darüber lesen möchtest, dann schau gern einmal in die Artikel meines SpiritualLifeBlogs hinein:

 

Was es mit dem rückläufigen Merkur auf sich hat

Was sind Portaltage?

 

Wie du Wetterwechsel gut meisterst

Meine ganz persönlichen Tipps zum Umgang mit Wetterfühligkeit sind:

  • Mach' hübsch langsam.

  • Sei viel in der Natur.

  • Finde deinen Lebens- und Arbeitsrhythmus und bleibe ihm unbedingt treu.

  • Gönn' dir Ruhe, wenn dich Wetterfühligkeit übermannt. Dann kann sich dein Körper leichter anpassen.

  • Übe dich regelmäßig in Entspannungsübungen deiner Wahl wie z.B. Qi Gong, Meditation, Yoga, Autogenem Training u.v.m.

  • Sorge für gute Erdung, z.B. durch gesunde Kost mit viel Wurzelgemüse, durch achtsame Bewegung und bewusstes Barfußgehen in der Natur.

  • Trainiere dein Herzkreislaufsystem auf eine für dich stimmige Weise, z.B. durch Saunagänge, Kneippsche Güsse, Ausdauersport u.ä.

  • Finde eine positive Einstellung zu deiner Wetterfühligkeit. Als GärtnerIn oder LandwirtIn wärst du z.B. klar im Vorteil, wüsstest du doch immer, ob Regen oder Sonnenschein, einbrechende Kälte oder langanhaltende Hitze bevorstehen und wie vorzusorgen ist. ;-)

 

Welche Erfahrungen hast du mit Wetterfühligkeit gemacht?

Und was sind deine Tipps für den Umgang mit Wetterfühligkeit?

Ich bin gespannt, von dir zu lesen.

 

Lebe deine zarte Stärke, denn du wirst gebraucht!

Deine Inga

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Kommentare: 8
  • #1

    Lisa Konopik (Sonntag, 30 August 2020 10:55)

    Hallo Inga,
    ich möchte mich herzlich für diesen Beitrag bedanken. Ich bin ebenfalls hochsensibel, schon seit ich denken kann nannte auch meine Mutter mich "Schnecke" ;-)
    Ich beschäftigte mich inzwischen sehr viel mit mir und meinem Wesen und kann nun einiges verstehen, warum ich so bin wie ich bin.
    Ich würde mich freuen wenn wir einmal Kontakt aufnehmen könnten, vielleicht hast Du mal Lust auf einen guten Austausch.
    Liebe Grüße und alles Gute!
    Lisa Konopik

    Email: lisa_konopik@web.de

  • #2

    Inga Dalhoff (Freitag, 04 September 2020 11:29)

    Liebe Lisa,

    herzlichen Dank für deinen Kommentar! So spannend, die Entdeckungsreise zum eigenen Selbst, oder?

    Ich bin gespannt auf einen Austausch und melde mich dann per E-Mail bei dir.

    Alles Liebe und zart-starke Grüße, deine Inga

  • #3

    Kerstin Ost (Dienstag, 11 April 2023 18:07)

    Mir geht es genau so.
    Interessant, ich fühle mich soooo verstanden.
    Endlich, weiss ich, warum ich so bin....

  • #4

    Inga Dalhoff (Mittwoch, 12 April 2023 16:33)

    Liebe Kerstin,

    danke dir für deine Nachricht! Es freut mich sehr, wenn du dich im Beitrag wiederfindest und verstanden fühlst.

    So schön, in dir eine vertraute Seele zu spüren. ;-)

    Alles Liebe, deine Inga

  • #5

    Hannah (Mittwoch, 17 April 2024 14:44)

    Fühle das mit dem Wetter so sehr, besonders nach dem langen grauen Winter, da tut Frühlingssonne meiner hochsensiblen Seele so gut; doch Wetterumschwünge, besonders im April, fallen mir oft schwer, bin aber indirekt froh, dass es nicht nur mir so ergeht.

    Alles Liebe für dich :)

  • #6

    Inga Dalhoff (Mittwoch, 17 April 2024 15:27)

    Liebe Hannah,

    ja, die Wetterwechsel können uns ganz schön zusetzen. Wind merke ich immer besonders intensiv. Da bin ich echt "durch den Wind". :-) Insgesamt stelle ich fest: Je gesünder unser Nervenkostüm, desto leichter wird es auch im Umgang mit Wetterwechseln.

    Alles Liebe und genieße den Frühling trotz Wetterhinundher.
    Deine Inga

  • #7

    Walli (Freitag, 31 Mai 2024 13:03)

    Vielen vielen Dank!!!
    Da das Wetter mehr und mehr unbeständiger ist,spüre ich es immer öfter...aber ich lerne es anzunehmen und mich zu lieben,als dagegen zu kämpfen!

  • #8

    Inga Dalhoff (Freitag, 31 Mai 2024 16:13)

    Liebe Walli,

    das klingt nach einer sehr klugen Entscheidung. Ich war lange voller Widerstand, erst mit der Akzeptanz stellte sich Gelassenheit und innerer Frieden ein.

    Mir hilft es immer sehr, mich über den Atem mit Erde und Kosmos zu verbinden. Das schenkt mir eine gute Anbindung und Stabilität und nährt mein Herz.

    Lebe deine zart starke Kraft, deine Inga