Was sind eigentlich erfolgsbremsende Glaubenssätze und Muster?

Wie Sie Ihre Erfolgsbremsen erkennen

Glaubenssätze sind Überzeugungen über uns selbst und darüber, was in der Welt um uns herum möglich ist. Sie können bremsend bzw. einengend (ich schaffe das alles nicht) oder motivierend (ich kann alles schaffen, was ich wirklich will) sein.

Man nimmt an, dass der Mensch bis zu 20.000 Glaubenssätze in sich trägt. Aus diesen Glaubenssätzen ergeben sich Verhaltensmuster, die zu eigenen, familiären, systemischen, gesellschaftlichen „Regeln" werden (können) und die unser Leben maßgeblich gestalten.

 

Glaubenssätze und Muster können meiner Erfahrung nach in diesem, aber auch in vergangenen Leben entstehen. Wir können sie entweder aus Gewohnheit (weil wir sie einfach in Familie und Gesellschaft vorgelebt bekommen haben) oder aus einer emotionalen oder körperlichen Notlage heraus (Existenzbedrohung, Abhängigkeit) in uns verankert haben.

 

Glaubenssätze und Verhaltensmuster sind in unserem System (Körper, Geist und Seele) mal oberflächlicher, mal sehr tief verankert und sind uns vertraut, ob wir uns ihrer bewusst sind oder nicht. Deshalb geben sie uns ein Gefühl von Sicherheit - auch dann, wenn sie uns nicht zuträglich sind!

 

Erste Anzeichen ungewünschter Muster: Hinderliches Denkverhalten

zeigt sich dadurch, dass Sie ein Empfinden von Stress haben und Sie sich vornehmlich mit Hilfe des Verstandes und in Eile durch Ihren Alltag bewegen (linke Hirnhälfte).
Emotionen können dann sein: Frust, Sorgen, negativer Stress, Druck, Schweiß, Ärger, Zorn, Chaos, Festhalten, Verhaften an Vergangenem, Ignoranz, Krampf, Trennung, Schwere, Gleichgültigkeit, Einseitigkeit, viel Mühe, wenig Frucht.

Empfehlenswertes Denkverhalten

besteht darin, beide Hirnhälften (linke = Verstand, rechte = Intuition) in einer ausgewogenen Balance zu nutzen. Nur, wenn beide Hirnhälften zusammenarbeiten ist schöpferisches Denken und Handeln (nach dem Resonanzprinzip) möglich.

 

5 Tipps zur Erkennung hinderlicher Muster

Hinderliche Muster erkennen Sie daran,

 

1. dass Sie sich gar nicht für ein Ziel / einen Weg / ein Anliegen entscheiden können.

 

2. dass Sie sich nicht auf den Weg zur Erreichung eines Zieles oder Anliegens machen.

 

3. dass Sie das Gefühl haben, sich auf dem Weg zu einem Ziel im Kreis zu drehen, dass Sie immer wieder die gleichen Erfahrungen sammeln.

 

4. dass Sie keine nennenswerte Resonanz oder Begeisterung auf Ihre Angebote / Ihr Anliegen von anderen erhalten.

 

5. dass Sie bestimmte Dinge versuchen zu vermeiden (Ablenkungs-, Ausweichmanöver, verbale Verschleierung).

 

 

7 Übungen zur Selbstbeobachtung

1. Notieren Sie sich wiederholende, Ihnen unangenehme Ereignisse und arbeiten Sie „den gemeinsamen Nenner" bzw. Ähnlichkeiten heraus.

 

2. Notieren Sie sich „beliebte Sprüche", Aussagen und Verhaltensweisen Ihrer Eltern oder anderer Bezugspersonen der Kindheit. Bei welchen haben Sie das Gefühl, dass Sie sie sich zu eigen gemacht haben? Möchten Sie sie behalten?

 

3. Achten Sie auf Ihre Wortwahl: Welche „Sprüche" wiederholen Sie? Welche Geschichten erzählen Sie sich und anderen immer wieder gerne? Sind Ihre Sprüche / Geschichten hilfreich für Sie?

 

4. Achten Sie auf Ihre Wortwahl: Sagen Sie Sätze wie „Ich muss ..." / „Ich sollte..."? Dahinter verbergen sich meist in der Kindheit übernommene Zwänge (z.B. der Eltern), die Sie sich zu eigen gemacht haben.

 

5. Wie reagieren Sie auf die Aussagen anderer über sich? Können Sie den Rat eines anderen nicht annehmen, reagieren Sie verletzt oder macht etwas in Ihnen im positiven wie negativen Sinne „Click", könnte sich hier ein hinderliches Muster verbergen. Was ist es konkret, was Sie triggert?

 

6. Was nervt Sie an anderen? Meist können Sie sicher sein, dass genau das „Nervige am anderen" auch Ihnen zu eigen ist oder Sie es mit hohem Kraftaufwand zu vermeiden suchen, z.B. weil Ihnen vermittelt wurde, dass „man dies oder jenes nicht macht". Was ist es konkret, was Sie am anderen nervt? Was nervt Sie an sich selbst?

 

7. Beschäftigen Sie sich mit den gesellschaftlichen Rollenbildern. Welche erfüllen Sie gerne und voller Begeisterung, welche nicht? Welche möchten Sie leben, welche nicht?

 

Viel Freude und spielerische Leichtigkeit beim Erkennen Ihrer Erfolgsbremsen. Seien Sie liebevoll mit sich! Sollten Sie allein nicht weiterkommen - ich begleite Sie gern.

 

Herzliche Grüße,

Ihre Inga Dalhoff

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