Konkurrenz oder Kooperation?

Belebt Konkurrenz wirklich das Geschäft?

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Konkurrenz belebt das Geschäft heißt es. Ohne Konkurrenz kein Wachstum heißt es. Ohne Konkurrenz keine neuen Erfindungen heißt es.

Doch stimmt das?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kooperation mein größter Wachstumsbeschleuniger ist. Kooperation mit interessanten Menschen hat auf beiden Seiten große Kreativität freigesetzt, mit der wir neue gemeinsame Wege zu gemeinsamen Zielen gestaltet haben.

Konkurrenz habe ich auch erlebt, insbesondere in Zeiten meiner Tätigkeit in der Bank. Da war die Rede von „gesundem Wettbewerb“. Ich fand ihn nicht gesund, den gesunden Wettbewerb. Er hat mir und allen Beteiligten viel Kraft abverlangt. Kraft zur Sicherung des eigenen Terrains. Kraft zur Geheimhaltung neuer Ideen, bis sie an den richtigen Vorgesetzten adressiert werden konnten. Kraft, andere auszubooten, um nicht selbst ausgebootet zu werden. Kraft, die so viel sinnvoller hätte eingesetzt werden können.

 

Mir hat sich also das Prinzip der Konkurrenz nie erschlossen – zumal es stets die dunkle Seite aus einem Menschen herauszuholen scheint. Ich halte Konkurrenz für deutlich kraftraubender als das Prinzip der Kooperation.

 

Kooperation erfordert allerdings soziale Kompetenz. Sie erfordert die Begeisterung für andere Menschen und daran, gemeinsam etwas für alle Beteiligten Vorteilhaftes zu gestalten. Sie erfordert Kreativität, vernetztes Denken, Gemeinsinn. Sie kann nur dann Früchte tragen, wenn sie in Achtsamkeit und Liebe mit sich und anderen gelebt wird. Sie orientiert sich an Vertrauen in die Fülle und die Einzigartigkeit jedes Einzelnen.

Konkurrenz orientiert sich am Einzelnen aus Mangel und zumeist aus der Angst heraus.

 

Da wir inzwischen wissen, wohin uns Konkurrenzdenken und Leistungsorientierung wirtschaftlich und gesellschaftlich gebracht haben, ist es wohl an der Zeit auf Kooperation zu setzen. Zumal kooperative Netze und Systeme wie z.B. das Internet äußerst erfolgreich und für alle Beteiligten und die Gemeinschaft von außerordentlichem Nutzen und persönlichem Gewinn sind.

 

Die Entscheidung für die Kooperation zu treffen, ist ganz leicht. Ein wenig Übung ist vielleicht gefordert, wenn ich jahrelang eher konkurrenzorientiert gehandelt habe.

Doch seien wir ehrlich. Konkurrenz ist nur eine gelebte Idee. Wie immer gibt es auch eine zweite Seite der Medaille. Ich habe die Wahl, die Wahl zwischen der einen Seite der Medaille, der Konkurrenz und der anderen Seite der Medaille, der Kooperation.

 

Und seien wir uns gewiss: Jeder Mensch ist so einzigartig, dass er den für sich perfekten Job, den für sich perfekten Kundenstamm anzieht. Den Job, den nur er so rundum ausfüllen und erfüllen kann. Die Kunden, die nur er rundum zufriedenstellen kann.

 

Es ist genug für alle da, die sich der Einzigartigkeit ihrer Stärken, Qualitäten und ihrer Lebenserfahrung bewusst sind und darauf vertrauen.

 

Herzlichst,

Ihre Inga Dalhoff

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